Blick von der Nordrampe zum Pass (24.07.2010)

Passo San Boldo /
Passo Sant' Ubaldo /
Ubaldopass

(706 m)

  
Mit freundlicher Genehmigung des ADAC 2008

   
Die Straße über diesen Pass stand seit Jahren auf meiner Wunschliste, hatte ich doch in mehreren Büchern (Mayr, Denzel) darüber gelesen. Leider liegt der Pass abseits aller anderen interessanten Routen. In diesem Jahr (2010) hat uns aber schlechtes Wetter im Grödner Tal (einer unserer Urlaubsorte) und angesagtes gutes Wetter weiter südlich dazu bewogen, eine längere Tour zu unternehmen, zu der dann der San Boldo und der Monte Grappa gehörten. Wir kamen von Norden von Trichiana (347 m), von wo aus die Straße durch hügeliges Land führt und allmählich ansteigt. Als wir nach 10 km den Pass erreicht hatten, waren wir überrascht, vor allem darüber, dass wir uns einen Pass etwas anders vorgestellt hatten. Dann kam allerdings eine Höhenkontrolle, die uns daran erinnerte, dass uns ja Tunnel erwarten. Nach ein paar Metern standen wir vor dem ersten Tunnel auch gleich vor der roten Ampel. Was wir dann nach dem Tunnel sahen, übertraf alle unsere Erwartungen. Der oberste Teil der Straße mit seinen 5 Kehrentunneln ist äußerst beeindruckend, muss aber wegen der geringen Breite und kleinen Radien konzentriert gefahren werden. Im unteren Teil hat die Straße wieder eine normale Breite. Nach der 12. von insgesamt 18 Kehren, die schon nicht mehr am oberen steilen Hang liegt, habe ich dann an einem kleinen Platz gewendet - diesen Pass musste ich unbedingt sofort  noch einmal fahren. Also ging es gleich nach einmal hoch bis zum Parkplatz bei der Gaststätte, noch einmal ein paar Fotos, und dann ging es erneut auf die Strecke, diesmal die gesamten 6 km bis hinunter nach Tovena (236 m). Die Straße wurde übrigens von Pionieren der österreichisch-ungarischen Armee in Rekordzeit gebaut, weshalb sie auch die Straße der einhundert Tage genannt wird, wie man dem unteren Schild entnehmen kann.     


Blick zur Südrampe (24.07.2010)

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